Verzinsliche Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland
Bei den Bundesanleihen handelt es sich um von der Bundesrepublik
Deutschland als Staatsanleihen emittierte verzinsliche Wertpapiere, die
an der Börse verkauft und gekauft werden können. Die Laufzeit von
Bundesanleihen beträgt vom Zeitpunkt der Emission ausgehend
üblicherweise zehn Jahre, kann aber nach oben hin stark variieren (mit
einer potenziellen Laufzeit von bis zu drei Jahrzehnten). Zurzeit wird
darüber hinaus kontrovers über eine Einführung 50-jähriger Laufzeiten
diskutiert, wie es sie beispielsweise in Frankreich bereits gibt. Ein
Mindestanlagebetrag ist hierbei nicht vorgegeben. Es erfolgt eine
jährliche Zinszahlung. Das Konzept der Bundesanleihe beinhaltet außer Anleihen des Staatenbundes auch die Anleihen von dessen Sondervermögen. Bei zehn- und 30-jährigen Anleihen kommt generell auch das Prozedere des so genannten "Stripping" infrage, d.h. eine Separation von Zins- und Kapitalansprüchen sowie deren voneinander getrennter Handel.
Das "Stripping" ist bereits ab einem Betrag möglich, der bei 50.000 € liegt. Die Trennung wird dabei stets von denjenigen Stellen vorgenommen, die im Auftrag des Anleiheninhabers dessen Depot führen (in der Regel Kreditinstitute oder die Bundeswertpapierverwaltung).
Ein Kauf oder Verkauf von Bundesanleihen an der Börse ist jederzeit möglich. Ein frühzeitiger Verkauf vor dem Ablauf der jeweiligen Bundesanleihe ist allerdings mit dem üblichen Kursrisiko behaftet, das vor Endfälligkeit besteht. Damit können gegebenenfalls bei einem geringer werdenden Zinsniveau des Kapitalmarktes auch Kursgewinne realisiert werden.
Die Hinterlegung ist bei der Bundeswertpapierverwaltung des Staates kostenlos möglich. Ein diesbezügliches Antragsformular ist bei allen Banken bzw. Sparkassen erhältlich. Gegen eine geringfügige Gebühr kann die Hinterlegung auch direkt bei den Banken oder Sparkassen vorgenommen werden.